Arminia Bielefeld im Halbfinale des DFB-Pokals. Marius Wörl (Foto) bejubelt sein Tor zum 1:0 im Viertelfinale gegen Werder Bremen (2:1). Foto: Fabio Deinert/Getty Images
Am 12. März 2024 hatte der 1. FC Saarbrücken aus der 3. Liga im DFB-Pokal-Viertelfinale Borussia Mönchengladbach in einer reinen Regenschlacht in der 3. Minute der Nachspielzeit mit 2:1 bezwungen – und eine unglaubliche Serie fortgesetzt. Zuvor hatte der FCS sensationell den FC Bayern München (2:1) und Eintracht Frankfurt (2:0) aus dem Pokal geworfen.
Arminia-Legende Ewald Lienen (71) vor dem Spiel bei Sky: „Es war hier immer ein reines Fußballstadion, hier war immer Alarm. Arminia macht als Verein eine super Arbeit, sie sind ein Leuchtturm der Region und jetzt müssen sie auf dem Platz nachziehen. Der Druck liegt bei Bremen.“
Die Bielefelder trauten sich einiges zu. Das 1:0 von Mittelfeld-Motor Marius Wörl (35. / Zweites Pokal-Tor) war ein Schrägschuss, 2 Minuten später versuchte es Stefano Russo mit einem Distanzfreistoß.
In der 41. Minute nahm der Pokal-Coup von Arminia Bielefeld gegen Werder Bremen Formen an: 2:0 durch ein Eigentor von Julian Malatini.
Das 2:1 von Oliver Burke (54.) reichte Werder nicht aus.
Ein dritter Treffer der Bielefelder von Sam Schreck in der 7. Minute der Nachspielzeit wurde wegen Foulspiel zurückgenommen.
Das machte aber nichts – Der Rest war Jubel bei Arminia Bielefeld.
„Ich kann nicht sagen, was das für den Verein bedeutet“, sagte DSC-Trainer Mitch Kwiat nach der Partie bei Sky, „es ist eine reine Teamleistung, auch wenn uns Marius Wörl und Jonas Kersken extrem geholfen haben.“
Was sonst noch für Bielefeld sprach:
„Ich bin 20 und ein DFB-Pokal-Viertelfinale hatte ich noch nicht, für mich das größte Spiel meines Lebens“, sagte Marius Wörl.
Drittklassige Klubs im DFB-Pokal-Halbfinale – Kein allzu seltenes Phänomen seit 1990.
Auffällig: Gerade die Drittligisten aus Nordrhein-Westfalen kratzten an diesem Erfolg. Vor Bielefeld 2015 und 2025 war dies etwa der Erzrivale der Arminia, der SC Paderborn, der 2018 im Viertelfinale gegen Rekord-Pokalsieger FC Bayern München (0:6) chancenlos war.
Galt auch für die Sportfreunde Lotte, die ein Jahr zuvor gegen den BVB (0:3) in Osnabrück die Segel streichen mussten.
Der erste Klub, der es seit Einführung der dritten deutschen Profiliga 2008 im Viertelfinale stand, war der VfL Osnabrück, der 2009/2010 mit dem knappsten aller Ergebnisse – 0:1 – am FC Schalke 04 scheiterte.
Es folgte Kickers Offenbach 2013, das schon als Hessen-Oberligist 1990 für Furore sorgte und ins Halbfinale eingezogen war. Doch der OFC verlor sein Viertelfinale dieses Mal gegen den VfL Wolfsburg mit 1:2.
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