Derbys haben gerade für die Fans der rivalisierenden Klubs von Natur aus eine enorm große Bedeutung. Wenn am Samstagnachmittag (15.30 Uhr) der VfL Bochum den FC Schalke 04 empfängt, geht es diesmal aber noch um einiges mehr als nur die Vormachtstellung im Ruhrpott. Beide Mannschaften stecken tief im Abstiegskampf. Das direkte Duell zwischen dem 17. und dem 18. der Bundesliga-Tabelle ist wahrlich die Definition eines ‚Sechs-Punkte-Spiels‘. Zusätzliche Brisanz kommt durch die Rückkehr von Schalke-Trainer Thomas Reis an seine alte Wirkungsstätte auf.
Nach dem 2:1-Sieg gegen den VfB Stuttgart gehen die Königsblauen mit viel Selbstbewusstsein in das zweite Abstiegsduell innerhalb von einer Woche. Mit einem Sieg könnte Schalke an Bochum vorbeiziehen und erstmals seit dem zehnten Spieltag den letzten Tabellenplatz verlassen.
Rein statistisch gesehen liegt der Vorteil aber bei den Bochumern. Die Mannschaft von Trainer Thomas Letsch holte in dieser Saison 16 von 19 Punkten vor heimischem Publikum. Schalke hingegen hat seit November 2019 in der Bundesliga kein Auswärtsspiel mehr gewonnen. S04-Coach Reis will sich davon nicht beeindrucken lassen: „Jede Serie ist dazu da, beendet zu werden“, so der 49-Jährige im Vorfeld auf der Pressekonferenz.
Bei seiner Rückkehr an die Castroper Straße werde Reis indes laut eigener Aussage „wohl nicht viel Liebe entgegenschlagen“. Zu viel ist in der Vergangenheit zwischen ihm und dem Klub passiert, bei dem er als Spieler und Trainer insgesamt gut 18 Jahre verbrachte. Zu sehr stören sich die VfL-Anhänger an der Tatsache, dass Reis im vergangenen Sommer trotz Treuebekundungen insgeheim wohl ausgerechnet einen Wechsel zum Lokalrivalen Schalke anstrebte.
Obwohl Reis in Bochum später letztendlich aus sportlichen Gründen entlassen wurde, hallt die Kontroverse um den geplatzten Sommer-Abgang nach Gelsenkirchen weiterhin nach. Aus dem Bochumer Umfeld wurde dem Ex-Übungsleiter im Nachhinein Unaufrichtigkeit vorgeworfen. Das Verhältnis ist weiterhin belastet.
So verwundert es nicht, dass Bochum-Geschäftsführer Ilja Kaenzig vor der Partie nur teilweise daran interessiert ist, das Kriegsbeil zu begraben. „Ich denke, dass sich auf den Rängen viele Emotionen auch auf ihn fokussieren. Aber das ist Teil des Derbys, das befeuert Thomas Reis ja selbst auch“, schoss er im Interview mit der ‚Funke Mediengruppe‘ gegen den heutigen Schalke-Trainer.
Einige versöhnliche Worte fand Kaenzig dann aber doch noch: „Mein Wunsch ist, dass irgendwann mal keine Giftpfeile mehr fliegen. Dass wir so weit kommen, dass sich alle aussprechen und Frieden schließen“. Da sich Schalke und Bochum wohl bis zum Saisonende im Abstiegskampf duellieren werden, ist mit einem solchen Friedensgipfel in naher Zukunft aber eher nicht zu rechnen.
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